Projekt Selbstliebe

Das wichtigste Projekt Deines Lebens
Inspiration | Interview

Interview – Vegane Ernährung

18. Oktober 2019

Hallo meine Lieben!

In letzter Zeit war es etwas ruhiger hier auf Projekt Selbstliebe, doch wie versprochen warten neue spannende und vor allem inspirierende Themen auf Euch.
Ich freue mich von ganzem Herzen mit Euch dieses tolle Interview mit der lieben Mary von maryglue.de zu teilen. Lasst uns doch super gerne einen Kommentar da.
Viel Spaß beim Lesen und alles Liebe! ♥

[Unbezahlte Werbung, da Verlinkungen]

Hallo liebe Mary! Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast, mir diese Fragen zu beantworten und Deine Antworten mit uns allen teilst. Magst Du Dich zuerst in ein paar Sätzen vorstellen? Wer bist Du? Woher kommst Du? & was machst Du?

Klar gerne 🙂 Ich bin Mary, 29 Jahre alt und wohne in Regensburg. Ursprünglich komme ich aus einem kleinen Dorf in Oberbayern. Ich studiere gerade an der Uni Angewandte Bewegungswissenschaften im Bachelor und bin nebenberuflich selbständige Yogalehrerin. Außerdem arbeite ich gerade noch Teilzeit im Taracafé Regensburg, dem aktuell einzigen rein veganen biozertifizierten Café bei uns in Regensburg. Leider schließen wir aber zum Ende des Jahres das Café aus persönlichen Gründen. Deshalb wird es für mich spannend bleiben, wie es beruflich für mich nächstes Jahr weiter geht.
Ich möchte auf jeden Fall den Bereich Yoga ausbauen und eventuell auch in Richtung Ernährungscoachings gehen.
Achja, das hab ich noch gar nicht erwähnt: Ich studiere auch noch im Fernstudium „Vegane Ernährungsberatung“ bei der ecodemy. Da muss ich nur noch meine Abschlussprüfung schreiben.

Oh wie toll! Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute für Dein Studium und Deinen beruflichen Weg.
Ich möchte sehr gerne näher auf Dein Fernstudium „Vegane Ernährungsberatung“ eingehen. Wie lange lebst Du schon vegan?

Ich arbeite schon seit Juni 2015 im Taracafé. Ich koche dort auch und beschäftige mich somit seitdem sehr intensiv mit der veganen vollwertigen Ernährung. Angefangen mich für pflanzliche Ernährung zu interessieren habe ich aber bereits im Herbst 2014.  Nach und nach habe ich dann vom „Allesesser“ auf diese Ernährungsform umgestellt.
Ich muss aber dazu sagen, dass ich mich mittlerweile nur als 95% vegan bezeichnen würde. Aus den verschiedensten Gründen bin ich da nicht mehr so strikt wie früher.

Das ist schon eine ganze Weile! Ich selbst lebe seit bald 2 Jahren vegan und finde es vor allem wichtig, dass man sich bewusst mit dem Thema auseinandersetzt und die Verantwortung übernimmt.
Wann & wie bist Du mit dem Thema „Vegane Ernährung“ zum ersten Mal in Berührung gekommen?

Angefangen hat alles mit dem Buch „Peace Food“ von Rüdiger Dahlke. Das hat mir im wahrsten Sinne des Wortes die Augen geöffnet. Ich interessiere mich schon seit ich denken kann für gesunde Ernährung und bin dann auf dieses Buch gestoßen. Ich hab es regelrecht verschlungen und danach war für mich eigentlich klar, dass ich auf jeden Fall meinen Konsum überdenken muss und etwas verändern möchte.
Außerdem hatte ich starke Darmprobleme, die mich echt zum Verzweifeln gebracht haben und deshalb habe ich viel rumprobiert. Zuerst nur Milchprodukte weggelassen, dann auf vegane Ernährung umgestellt. Rückblickend denke ich lag es aber gar nicht so sehr an den tierischen Produkten, sondern war vielmehr psychischen Ursprungs.

Vielen Dank für den Buchtipp. Ich habe damals verschiedene Dokumentation zu diesem Thema angeschaut und war echt geschockt über die gesundheitliche Auswirkung von tierischen Produkten und das Tierleid selbst.
Wie hat Dein Umfeld darauf reagiert, als Du begonnen hast Dich vegan zu ernähren?

Ich erinnere mich ehrlich gesagt gar nicht mehr so richtig daran. Ich musste auf jeden Fall viele Fragen beantworten. Wieso ich das mache. Ob das denn gesund sei. Ob ich das ernst meine etc. Aber akzeptiert haben es nach und nach dann doch alle. Doofe Sprüche muss ich mir aber auch heute noch gelegentlich anhören. Gerade zuhause bei meinen Eltern im  tiefsten Bayern stößt man da nicht immer auf Verständnis. Aber Regensburg ist da wirklich die perfekte Stadt dafür. Hier wird es einem nicht schwer gemacht vegan zu leben. Darüber bin ich wirklich froh und ich denke, das hat mir den Einstieg in die pflanzliche Ernährung auch enorm erleichtert.

Was hat sich durch Deinen veganen Lebensstil in Deinem Leben verändert? Welche Vor- & Nachteile haben sich ergeben?

Am meisten würde ich sagen hat das mein Konsumverhalten beeinflusst. Ich bin dann nämlich auch direkt in die „Ökoschiene“ gerutscht. Klar, im Biosupermarkt hat man einfach als Veganer eine riesengroße Auswahl. Mittlerweile kaufen mein Freund und ich fast ausschließlich Biolebensmittel und legen viel Wert auf Regionalität und bewussten Einkauf. 
Wenn man sich mit dem Thema vegane Ernährung beschäftigt, dann wird man zwangsläufig mit Klimaschutz und CO2-Bilanz konfrontiert. Das war für mich früher überhaupt kein Thema. Ich fühle mich richtig schlecht, wenn ich das gerade so sage. Aber ich bin wirklich dankbar, dass mir die Augen geöffnet wurden und ich mich mittlerweile ganz anders verhalte und auch anders darüber denke. Das finde ich auch das Tolle an der veganen Bewegung. Sie bringt so viele Themen, die wirklich wichtig sind, wieder mehr an die Öffentlichkeit.
Ansonsten möchte ich noch die positiven körperlichen Auswirkungen erwähnen. Ich fühle mich deutlich fitter, wenn ich mich vegan und gesund ernähre, habe mehr Energie, bin produktiver und es stellt sich von ganz alleine ein gesundes Wohlfühlgewicht ein.

Wenn man wirklich richtig strikt vegan lebt, dann sehe ich die Nachteile vor allem darin, dass man im Restaurant, Imbiss oder beim Bäcker immer explizit nachfragen muss, welches Produkt genau verwendet wurde. Denn nicht jede Breze ist vegan und auch nicht jeder Pizzateig wird ohne Ei zubereitet (um ein paar wenige Dinge aufzuzählen). Das ist zeitaufwendig und manchmal kommt es zu unnötigen Diskussionen. Deshalb bin ich diesbezüglich auch etwas entspannter geworden.

Wichtiger finde ich es, seinen Konsum im Allgemeinen zu überdenken und grundsätzlich einfach weg von diesem Gedanken „Ich brauche alles im Überfluss und woher es kommt ist mir auch egal.“  zu kommen. Nur weil wir hier das Privileg haben uns alles kaufen zu können, müssen wird das noch lange nicht. 

Da kann ich mich Dir nur anschließen! Wie bereits erwähnt finde ich persönlich es wichtig, dass wir die Verantwortung für unser Handeln und für unseren Konsum übernehmen.
Was rätst Du jemanden, der darüber nachdenkt, sich zukünftig vegan zu ernähren? Auf was sollte man achten?

Sich wirklich gut mit dem Thema zu beschäftigen und nicht einfach nur irgendwelche veganen Fertiglebensmittel kaufen und denken, das passt dann schon so. Eine Mangelernährung kann mit jeder Ernährungsform entstehen, wenn sie nicht ausgewogen ist. 
Deshalb bin ich ein großer Fan von vollwertiger veganer Ernährung.
Es ist anfangs etwas aufwendig sich mit all den Makro- und Mikronährstoffen zu beschäftigen, aber man bekommt irgendwann ein Gefühl dafür aus welchen Lebensmittel man z.B. Proteine und gesunde Fette bekommt.
Außerdem solltest du Vitamin B12 und D supplementieren. Den Rest kann man mit der richtigen Ernährung eigentlich ganz gut abdecken.
Ich hab darüber sogar einen Blogartikel geschrieben, der einen guten Überblick gibt: https://www.maryglue.de/vegane-ernaehrung/

Danke für das Teilen dieser tollen Tipps.
Was kochst & isst Du am liebsten? Magst Du mit uns Dein Lieblingsrezept teilen?

Ich bin ein riesengroßer Frühstücksfan und müsste ich mich für eine Mahlzeit am Tag entscheiden, dann wäre es auf jeden Fall eine große Schüssel Porridge. Man kann unendlich variieren und durch verschiedene Flocken, Saaten, Nüsse/Nussmus, Früchte etc. wirklich schon ganz viele der täglich benötigten Nährstoffe abdecken.
Auf meinen Blog habe ich dazu auch ein Rezept online gestellt: https://www.maryglue.de/porridge-basisrezept/

Außerdem liebe ich Risotto. Passend zur Jahreszeit habe ich vor kurzem ein Kürbis-Risotto mit gerösteten Kichererbsen gekocht. Das fand ich so lecker, das ich das Rezept gleich niederschreiben musste: https://www.maryglue.de/hokkaido-risotto-mit-kichererbsen/













Das klingt so lecker! Ich bin auch ein absoluter Porridge-Fan. Außerdem liebe ich es einfach verschiedenes Gemüse, Gewürze und Getreide zu kochen und zu schauen, was daraus leckeres entsteht 🙂
Vielen lieben Dank liebe Mary für das tolle Interview!
Wie können die Leserinnen und Leser von Projekt Selbstliebe weiterhin mit Dir in Kontakt bleiben?

Von mir ein herzliches Danke für dieses Interview, liebe Anna. 
Deine Leser können mich gerne über meine Social Media Kanäle (Instagram, Facebook, Pinterest oder meine Website) kontaktieren. 
Außerdem versende ich monatlich einen Newsletter mit vielen Infos zum Thema Achtsamkeit, Yoga und meinen laufenden Events. Wenn du mir ein Abo da lässt, erhältst du außerdem kostenlos mein 7-Tage-Mindful-Flow Journal mit Achtsamkeitsübungen, Platz für deine Gedanken und Reflexionsübungen.
Ich freu mich über alle neuen Gesichter, die ich kennenlernen darf und wünsche allen Leserinnen und Lesern alles alles Liebe und eine wundervolle Zeit voller Leichtigkeit und Freude!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.